dot.tipp - Konfliktlösung mit LEGO Serious Play in 5 Schritten

Tobias Ellenberger
24. Juli 2018

In diesem Praxisbericht lernst Du, wie Du in 5 Schritten mit LEGO Serious Play bestehende Rollenkonflikte aufzeigen und lösen kannst.

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1. Analyse der Rollen

Analyse ist normalerweise Arbeit, hier machen wir es uns einfach und laden die am Konflikt beteiligten Personen zu einem Lego Serious Play (LSP) Workshop ein. Mit den Personen erstellen wir Post-Its mit den Rollenbezeichnungen. Am Ende haben wir ein paar gelbe, grüne, rote oder blaue Zettel an der Wand. Wer mag, illustriert die Rollen mittels Visual Facilitation.

2. Schärfung des Eigenbildes

Nun erstellt jede Person mit LSP ein Modell ihrer eigenen Rolle. Eine kurze Reflexion zu den eigenen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten (AKV) sollte im Modell ersichtlich sein. Eine Rolle kann dabei von einer einzelnen Person oder einer Gruppe gebaut werden.

Dieses Resultat mit einer Timebox zu erarbeiten wäre sinnvoll, aber als geübte LSP Facilitatoren wissen wir, dass sich Kreativität weder erzwingen noch sinnvoll stoppen lässt.

Folglich gehen wir mit dem Team-Flow und steuern den Ablauf moderationstechnisch sanft zu einem Resultat.

3. Reflexion des Fremdbilds

Nicht die Sicht der anderen Rolle auf seine eigene ist gefragt, sondern die eigene Sicht auf die weiteren Rollen.

Das ist das nächste Modell, das wiederum von einer einzelnen Person oder Gruppe erbaut wird. Schematisch analog zum Eigenbild werden auch die Fremdbilder mittels einem LSP Modell erstellt. Auch hier gilt es, die AKV's besonders zu betonen.

4. Klärung der Rollen

Jetzt geht es ans Eingemachte! Modell für Modell, oder eben Rolle für Rolle, wird nun wie folgt besprochen. Jede Person stellt das Modell seiner persönliche Rolle, das Eigenbild, vor. Dabei sind keine Kommentare erlaubt. Danach ergänzen die anderen Rollen das Eigenbild mit ihrer Sicht, ihrer Beschreibung des Fremdbilds, ohne zu bewerten. Dieses Vorgehen wird vor der folgenden Diskussion für alle Rollen angewendet.

Ziel ist es, allen Personen ein Gesamtbild mit diversen Perspektiven zu liefern.

Der Facilitator visualisiert nun die Übereinstimmungen der Eigen- und Fremdbilder. Grün sind alle Punkte, wo die Teilnehmer sich einig sind, gelb zeigt leichte Diskrepanzen und rot die Konfliktpotenziale.
Jedes Modell wird nun einzeln durch die Personen in einer Gruppendiskussion geschärft. Der Facilitator muss dabei darauf acht geben, ein abgestimmtes Bild zu erzeugen, Doppelspurigkeiten zu vermeiden und eine tragbare Lösung zu erarbeiten. Entsprechend werden die Modelle in Iterationen überarbeitet, bis sich ein klareres Bild ergibt.

5. Reality-Check

Jeder Teilnehmende nimmt nun sein neues Rollenbild und rundet dies mit der Erarbeitung folgender Aussage ab.

"Ich bin in meiner Rolle erfolgreich, wenn ..."

Fazit

Fünf bis zehn Personen können gemeinsam mit einem guten Facilitator innert weniger Stunden nicht nur Rollenkonflikte aufdecken, sondern auch gleich die Grundlagen für eine nachhaltige Lösung schaffen. Es wird eine gemeinsam abgestimmte und dadurch längerfristig tragbare Basis erarbeitet. Parallel wird der Team-Gedanke, das Wir-Gefühl gestärkt.

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