dot.tipp - Wie macht man erfolgreiche Retrospektiven?

Oliver Gabor
20. September 2018

Was ist die geheime Zutat für erfolgreiche Retrospektiven? Ist es nur der Facilitator?

Das sind nur zwei der vielen Fragen, die ständig an uns herangetragen werden. Denn viele Teams haben Probleme, ihre Retrospektive erfolgreich durchzuführen. Woran liegt das und wie kann man dies ändern? Mehr dazu ein paar Zeilen weiter unten.

Was ist eine Retrospektive?

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Hat dies etwas mit Retro, Vintage oder den guten 60er Jahren zu tun? Nein!

Die Retrospektive ist ein sogenanntes Scrum-Ereignis (engl. Event) aus dem Scrum Framework. Der Scrumguide beschreibt die Retrospektive wie folgt:

Die Sprint Retrospektive bietet dem Scrum-Team die Gelegenheit, sich selbst zu überprüfen und einen Verbesserungsplan für den kommenden Sprint zu erstellen.

Scrumguide - German 2017

 

Was im Scrum Framework funktioniert, haben schon viele Firmen adaptiert - egal, ob agil oder nicht. Die Retrospektive ist bei Teams zum festen Bestandteil geworden, damit sie sich stetig hinterfragen, aus Fehlern lernen und besser werden.

Der Ablauf

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Den Ablauf möchte ich an dieser Stelle nur kurz zusammenfassen. Diese fünf Punkte bilden ein perfektes Raster, damit nichts vergessen wird:

  1. Ankommen
  2. Daten sammeln
  3. Erkenntnisse erzeugen
  4. Verbesserungen definieren
  5. Abschluss

Eine detaillierte Beschreibung findet ihr in meinem ersten Blog. Als Goodie gibt es die im Blog beschrieben Tipps als Checkliste. Ganz einfach PDF downloaden und im Team-Space aufhängen.

Fünf Tipps herunterladen

Nun haben wir mit dem Ablauf eine Basis, auf die wir aufbauen können. Jetzt müssen wir uns über das "Warum" der nächsten Retrospektive Gedanken machen.

Warum machen wir eine Retrospektive?

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Wachsen als Team

Wir möchten als Team weiterkommen und uns stetig verbessern. Es muss ein Raum geschaffen werden, um Probleme transparent zu machen. Als Team können wir nur dann lernen, wenn wir Erlebtes reflektieren und aus den Fehlern lernen.

An den Fehler wachsen wir und werden besser als Mensch, als Team und als Organisation.

 

Abläufe optimieren

Der Prozess wird hinterfragt, Fehler und Stolpersteine aufgedeckt und diskutiert. Der Release-, der Build-, der Produkt- oder der Scrum-Prozess werden optimiert. Neue Rahmenbedingungen werden geschaffen, damit Abläufe effizienter werden und so das Team und die Organisation davon profitieren kann.

Was macht den Erfolg einer Retrospektive aus?

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Es muss Spass machen!

Das Team muss Spass haben an der Retrospektive! Wie kann man dies erreichen? Ganz einfach:

  • Den richtigen Raum wählen
    • Helle Räume
    • Draussen?
    • In einer neuen Umgebung
  • Kulinarisch sein...
    • ...mit ein paar Glacés
    • ...mit ein paar Gipfeli
    • ...mit Süssigkeiten
    • ...mit Kuchen
    • ...mit Muffins
  • Abwechslung mit neuen Methoden

Keine Retrospektive ohne Massnahmen!

"Das mit dieser Retrospektive bringt ja eh nichts... nie passiert etwas danach!"

Teammitglied - Anonym

Wenn man eine Retrospektive ohne Massnahmen beendet, kann man diese gleich sein lassen. Warum? Es wird sich nichts im Team verändern, und über die Zeit werden die Teammitglieder die Motivation verlieren. Wieso sollen sie auch ihre wertvolle Zeit in etwas investieren, das am Ende nichts bringt!

Nach dem Brainstorming der Massnahmen werden diese bewertet und ein kleiner Teil davon wird umgesetzt. Hier bietet es sich an, bis zum nächsten Sprint-Ende drei Massnahmen umzusetzen. Dabei aber immer folgende Dinge pro Massnahme definieren:

  • Titel
  • Inhalt
  • Wer ist für die Umsetzung verantwortlich
  • Bis wann ist die Massnahme umzusetzen

Den Erfolg messen!

Am Ende folgt immer die Retrospektive der Retrospektive! Hört sich komisch an, ist aber so. Waren die investierten Minuten und Stunden etwas wert? Was muss das nächste Mal besser gemacht werden, damit das Team den grössten Mehrwert aus der Retrospektive rausholen kann?

Wie kann man den Erfolg messen? Mit einer kleinen Umfrage auf einer Skala von 0 (schlecht) bis 10 (gigantisch). Jeder gibt sein Votum ab und beantwortet kurz folgende Fragen:

  • Warum diese Zahl gewählt wurde
  • Was hat gefehlt, um eine 10 zu geben?

Wie gehst du vor?

Kommentiere diesen Blogbeitrag mit deinen Erfahrungen! Was macht deine Retrospektiven erfolgreich? Wir sind gespannt auf dein Input!

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Kommentare (2)

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